10 bis 12 Tänzer und drei Choreograph*innen aus Zürich, Jenna Hendry, Philipp Egli,  (n.n.) arbeiten an einer choreographischen Komposition, die aus drei verschiedenen Kurztücken besteht. Es sind drei Editionen geplant (2022/2023/2024). Die erste ist ein Pilot.

Die Themen beziehen sich auf der Situation der jungen Tänzer*innen direkt und indirekt, was sie derzeit beschäftigen und wie sie denken, den Beruf in jetzt und morgen gestalten wollen und können. Jede Edition des K_Labs steht unter einem bestimmten Thema und/oder Motiv. Die Choreograf*innen wenden diese auf ihre jeweiligen Arbeitsweisen und Methoden an, so ist das Motiv der „Insel“, das vorläufig für die Premiere 2021 gesetzt ist. Abgeleitet vom gemeinsamen Motiv generieren sie individuell und im Team mit den Tänzer*innen drei genuine und spezifische Zugänge.

Das K_Lab arbeitet mit drei unterschiedlichen zeitgenössischen Positionen. So erweitert sich nicht nur das Bewegungsvokabular und die Expertise der einzelnen Tänzer*innen, sondern vor allem auch ihr jeweiliger Erfahrungsraum im Umgang mit Gruppenprozessen und den Anforderungen des professionellen Berufslebens. Die drei Kreationen sind miteinander verbunden. Wichtig dabei sind strukturierte, austarierte choreografische Konzepte, die es den Tanzenden ermöglichen, ihr tänzerisches Können und ihre Persönlichkeit als Bühnenperson zu schärfen, zu stärken, weiterzuentwickeln – und vor allem auch zu zeigen. Es soll mit aktuellen und brisanten choreographischen Konzepten, die starke Paradoxen im Raum, in der Zeit und in der Körperlichkeit hervorheben, gearbeitet werden. Dafür wird es durchaus nicht nur am Jetzt bedienen, sondern beziehen gerne die grosse Vielfalt an Bewegungskonzepten und -Formen der vergangenen Jahrzehnte mit ein.

Die Plattform K_Lab Zürich möchte Absolventen der Tanzschulen ZHDK und HF ZUB mit maximal 3 Jahren Karriere Möglichkeit für einen weiteren Berufseinstieg bieten, als direkter Bindeglied zwischen Schule und Arbeitswelt, und in einem kontinuierlichen Prozess auf drei Jahren. Die mit der Tanzkommission der Stadt Zürich, mit der Fachstelle für Kultur des Kantons Zürich, mit der Migros Kulturprozent, mit der HF ZUB und mit der ZHDK geführte Gespräche haben bestätigt: das Projekt füllt eine Lücke zwischen Schule und Berufsleben für die Tänzer*innen.

Philipp Egli / Thomas Péronnet / Jenna Hendry